Welche Cloud-Buchhaltung passt zu deinem Unternehmen
Ein Überblick über die beliebtesten deutschen Lösungen: Features, Preismodelle und Integrationen.
Artikel lesenVerschlüsselung, Backups und Compliance: Alles, was du über die Sicherheit deiner Buchhaltungsdaten wissen solltest. Wir zeigen dir, welche Maßnahmen wirklich zählen.
Cloud-Lösungen für die Buchhaltung sind praktisch und effizient — das ist klar. Aber es gibt auch eine wichtige Seite, die viele Unternehmer unterschätzen: die Sicherheit deiner Daten. Deine Buchhaltungsdaten sind sensibel. Sie enthalten Informationen über deine Kunden, Lieferanten, Einnahmen und Ausgaben. Das sind Informationen, die du schützen musst.
Das Gute ist: Du brauchst kein IT-Experte zu sein, um deine Daten sicher zu halten. Es geht um die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen. In diesem Artikel zeigen wir dir, worauf du bei der Sicherheit deiner Cloud-Buchhaltung achten solltest.
Verschlüsselung ist wie ein starkes Schloss auf deinem Aktenschrank. Selbst wenn jemand Zugriff auf deine Daten bekommt, kann er sie ohne den richtigen Schlüssel nicht lesen. Es gibt zwei Arten von Verschlüsselung, die für dich wichtig sind:
Das ist der Schutz, wenn deine Daten vom Computer zur Cloud wandern. Gute Cloud-Lösungen nutzen HTTPS und TLS-Protokolle. Das bedeutet: Die Daten sind während des Transports verschlüsselt. Schau in den Sicherheitseinstellungen nach, ob dein Anbieter diese Standards erfüllt. Die meisten seriösen Lösungen tun das — aber es lohnt sich zu prüfen.
Das ist der Schutz, wenn deine Daten auf den Servern des Cloud-Anbieters liegen. Auch hier sollten die Daten verschlüsselt sein. Es gibt verschiedene Verschlüsselungsstufen — manche Anbieter bieten dir sogar die Möglichkeit, deine eigenen Verschlüsselungsschlüssel zu verwalten. Das ist das höchste Sicherheitsniveau, aber nicht immer notwendig für kleine Unternehmen.
Ein Backup ist eine Kopie deiner Daten an einem anderen Ort. Warum ist das wichtig? Weil Daten gelöscht werden können — versehentlich, durch Hackerangriffe oder durch technische Fehler. Ein gutes Backup-System schützt dich davor, alle Daten zu verlieren.
Die meisten professionellen Cloud-Lösungen für Buchhaltung machen automatische tägliche oder sogar stündliche Backups. Das ist gut. Aber du solltest wissen: Wo werden diese Backups gespeichert? Sind sie an verschiedenen geografischen Standorten? Ein gutes System speichert Backups nicht nur im gleichen Rechenzentrum, sondern in mehreren, weit auseinander liegenden Standorten.
Frag deinen Cloud-Anbieter: Wie oft werden Backups erstellt? Wie lange werden sie aufbewahrt? Wie schnell kann ich auf ein Backup zurückgreifen, wenn etwas schiefgeht? Die Antworten sollten klar und überzeugend sein.
Selbst die beste Verschlüsselung hilft nichts, wenn jeder Zugriff auf deine Daten hat. Deshalb ist Zugriffskontrolle so wichtig. Das bedeutet: Nur die richtigen Personen sollten auf deine Daten zugreifen können.
Ein starkes Passwort ist die Grundlage. Aber noch besser ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Das bedeutet: Selbst wenn jemand dein Passwort hat, braucht er noch einen zweiten Faktor — meist einen Code auf dem Smartphone — um sich anzumelden. Das macht Hackerangriffe deutlich schwieriger.
Nicht jeder in deinem Unternehmen sollte Zugriff auf alle Daten haben. Ein Mitarbeiter im Verkauf braucht nicht sehen, wer deine Großkunden sind. Eine gute Cloud-Lösung erlaubt dir, verschiedene Benutzer-Rollen zu erstellen und Berechtigungen zuzuteilen. So kontrollierst du genau, wer was sieht und bearbeiten kann.
In Deutschland und Europa gibt es strikte Regeln für den Umgang mit Daten. Die wichtigste ist die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Wenn du mit Kundendaten arbeitest — und das tun Buchhaltungsprogramme — musst du die DSGVO einhalten.
Das bedeutet nicht, dass du selbst ein Compliance-Experte sein musst. Aber dein Cloud-Anbieter sollte es sein. Schau nach folgenden Zertifizierungen und Standards:
Der Anbieter muss die europäische Datenschutzverordnung erfüllen
Ein internationaler Standard für Informationssicherheit
Ein Audit-Standard für Sicherheit, Verfügbarkeit und Datenschutz
Deine Daten sollten auf Servern innerhalb der EU gespeichert sein
Bevor du dich für eine Cloud-Lösung entscheidest oder deine aktuelle Lösung überprüfst, geh diese Punkte durch:
Nutzt der Anbieter HTTPS/TLS für die Datenübertragung? Sind Daten im Ruhezustand verschlüsselt?
Wie oft werden Backups erstellt? An wie vielen Standorten? Wie schnell kannst du sie zurückgreifen?
Bietet die Lösung 2FA an? Wenn ja: Aktiviere sie sofort. Das ist eine der einfachsten, aber wirksamsten Maßnahmen.
Erstelle verschiedene Rollen für verschiedene Mitarbeiter. Der Buchhalter braucht mehr Rechte als ein Mitarbeiter, der nur Rechnungen eingeben soll.
Schau auf der Website des Anbieters nach: GDPR, ISO 27001, SOC 2. Diese sollten deutlich kommuniziert werden.
Ja, wirklich. Die Datenschutzerklärung sollte klar machen, wie der Anbieter deine Daten nutzt und schützt.
Du musst kein IT-Sicherheitsexperte sein. Aber du solltest die Grundlagen verstehen und die richtigen Fragen stellen. Eine gute Cloud-Lösung für Buchhaltung hat Sicherheitsmaßnahmen bereits eingebaut.
Wähle einen Cloud-Anbieter, der dir deine Fragen beantwortet. Ein guter Anbieter ist stolz auf seine Sicherheitsmaßnahmen und erklärt sie gerne. Das ist ein gutes Zeichen.
Sicherheit ist nicht einmalig. Überprüfe regelmäßig — mindestens jährlich — ob deine Cloud-Lösung noch den Standards entspricht und ob es neue Sicherheitsfeatures gibt, die du nutzen solltest.
Unsichere Buchhaltungsdaten sind nicht nur ein technisches Problem — sie können dein Unternehmen gefährden. Mit den richtigen Fragen und den richtigen Maßnahmen schützt du deine Daten und damit dein Geschäft.
Dieser Artikel dient zu Informationszwecken und ist keine Rechtsberatung. Die Anforderungen an Cloud-Sicherheit und Datenschutz können je nach Branche und Unternehmensart unterschiedlich sein. Wir empfehlen dir, die spezifischen Anforderungen für dein Unternehmen mit einem Datenschutz- oder IT-Sicherheitsexperten zu besprechen. Die in diesem Artikel genannten Standards und Best Practices basieren auf allgemeinen Empfehlungen, ersetzen aber nicht eine individuelle Beratung.